Mitteldeutschland als Logistikstandort

Der Bereich Logistik ist für die allgemeine Entwicklung einer Staatswirtschaft von hoher Bedeutung. Effizient eingesetzt gestattet sie den beteiligten Unternehmen eine Fokussierung auf deren Kernkompetenzen und Optimierung ihrer Wertschöpfung. Eine leistungs- und konkurrenzfähige Logistik trägt zur Stabilität und Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und damit zur Ansiedlung, Entwicklung und Bindung zukunftsträchtiger Industriebranchen bei.

LogistikMitteldeuschlandAlsZentrumEuropas

Nach dem deutschlandweiten Marktvolumen ist die Logistik nach der Automobilwirtschaft und dem Bereich Handel die drittgrößte Branche. Variable Leistungen wie Transport, Lager, Umschlag oder Produktionsversorgung weisen weiterhin tendenziell steigende Wachstumsraten auf. Die Logistikbranche benötigt vor allem eine gut ausgebaute und moderne standortbezogene Infrastruktur. Die Region Mitteldeutschland mit ihren Landkreisen und kreisfreien Städten bietet hier sehr gute strukturelle Voraussetzungen. Das Fernstraßennetz, die Autobahnen A9, A14 und A38 sowie die intermodalen Warenumschlagsplätze untermauern den Stellenwert als wichtiger und zentraler europäischer Verkehrsknotenpunkt.

Die starke Verflechtung zwischen Wirtschafts- und Verkehrsleistungswachstum unterstreicht die positive Entwicklung der Logistik als integrierter Bestandteil und stabile Schlüsselbranche der Wirtschaftsstruktur der Region Mitteldeutschland.

Mitteldeutschland – Logistik und Wirtschaft stärken sich gegenseitig

Zur Stellung Mitteldeutschlands als bedeutende Logistikregion trägt auch die bereits vorhandene wirtschaftliche Infrastruktur bei. Im Einzugsgebiet sind Unternehmen der Chemieindustrie, der Metallverarbeitung, des Maschinen-und Anlagenbaus und der Nahrungs-und Genussmittelindustrie ansässig. Diese Wirtschaftsstruktur ermöglicht, dass sich das produzierende Gewerbe und die Logistikbetriebe als wirtschaftsnahe Dienstleistung gegenseitig unterstützen.

Die Region verfügt über eine leistungsfähige logistische Grundstruktur, die eine schnelle und effiziente Verteilung des wachsenden Güteraufkommens ermöglicht. Hier kommt dem Flughafen Leipzig-Halle eine exponierte Bedeutung zu, da dieser aufgrund seiner zentralen Lage sehr gut erreichbar ist und sich als zweitgrößter deutscher Frachtflughafen mit dem Schwerpunkt Expressfracht etabliert hat. Diese Rolle als Entwicklungsmotor ermöglicht nachhaltig positive Ausstrahlungseffekte auf Beschäftigung und Wirtschaftsentwicklung in der Großraumregion Mitteldeutschland. Aufgrund der exzellenten Bedingungen haben sich bereits mehrere global agierende Konzerne angesiedelt.

Weitere Merkmale der positiven Verkehrsinfrastruktur sind die Knotenpunkte Halle/Saale und Leipzig im überregionalen Eisenbahnverkehr, der im Umbau befindliche Rangierbahnhof in Halle/Saale, das Güterverkehrszentrum Leipzig (GVZ) und die Terminals in Halle/Saale, Schkopau und Leipzig-Wahren als leistungsfähige Schnittstellen zur Abwicklung kombinierter Verkehre.

Airport Leipzig/Halle – Investition und Innovation

Ab 1990 erfolgte der schrittweise Ausbau des Airports Leipzig-Halle zu einem europäischen Luftdrehkreuz, welches sich durch eine moderne Infrastruktur und eine abgestimmte Verknüpfung der Verkehrsträger Luft, Straße und Schiene auszeichnet. Der weitsichtige Ausbau und die vorhandenen Kapazitätsreserven der errichteten Anlagen garantieren den Nutzern sowie potentiellen Kunden langfristige Planungs-und Investitionssicherheit.

In Kombination mit Standortvorteilen, wie einer optimalen verkehrsgeographischen Lage im Herzen Europas, der direkten Anbindung des Passagier-und Frachtbereiches an das transeuropäische Autobahn-und Schienennetz sowie der Möglichkeit des 24 Stunden-Betriebes für Luftfrachtverkehre, bietet der Airport ideale Rahmenbedingungen für Unternehmen der Luftverkehrs-und Logistikbranche.

Der Flughafen verfügt zudem über ein Industriestammgleis und einen Luftfrachtumschlagbahnhof. Dank dieser zukunftsorientierten Infrastrukturanlage ist der Airport für eine optimale Vernetzung der Verkehrsträger gerüstet und bietet ideale Voraussetzungen für einen trimodalen Warenverkehr (Straße – Schiene – Luft) und schnellen Umschlag zeitkritischer Güter. Mit zahlreich vorhandenen Flächenreserven bietet er weiterhin vorbildliche Entwicklungsperspektiven für Unternehmen der Logistik-und Immobilienbranche. Im direkten Umfeld stehen planfestgestellte Gewerbegrundstücke und potentielle Ansiedlungsflächen zur Verfügung und bieten Investoren einen hohen Grad an Flexibilität sowie Planungs- und Investitionssicherheit.

Ergänzt wird dieses Angebot durch eine leistungsfähige Infrastruktur vor Ort, die beste Erreichbarkeit für Kunden, Mitarbeiter und Partner garantiert. Passagier-und Frachtbereich sind direkt an das Autobahnnetz angebunden und in das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn integriert. Attraktive Lohnkosten und finanzielle Förderung sind zudem weitere positive Standortfaktoren.

Mitteldeutschland wächst mit und durch die Logistik

Die Zukunftsbranche Logistik in der Region Mitteldeutschland wächst und hat weiterhin noch Potential. Die infrastrukturellen Maßnahmen und Investitionen, die Grundvoraussetzung für eine wachstumsstarke Branche sind, haben in Kombination mit der bereits vorhandenen Wirtschaftsstruktur positive Auswirkungen eingeleitet. Der Wirtschaftszweig Logistik stellt einen wichtigen industriellen Faktor für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Mitteldeutschlands dar. Hauptantrieb sind hier die positiven Rahmenbedingungen durch den kontinuierlichen Ausbau des Flughafens Leipzig-Halle, vor allem des Geschäftsbereiches Fracht.

Deutlich wird das auch bei der Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im regionalen Einzugsgebiet, die sich teilweise deutlich positiv vom Landesdurchschnitt abhebt. Auch bei den Industrieumsätzen und den Betriebsergebnissen anderer Sparten ist eine positive Wechselwirkung festzustellen.

Um den zahlreichen Leuchtturmansiedlungen der letzten Jahre weitere folgen zu lassen, verstärken die lokalen Behörden ihre Anstrengungen im Bereich Logistikförderung, etwa durch die Gründung von Logistiknetzwerken. Zudem eröffnet die Nähe zu Osteuropa weitere Potenziale für Wirtschaftsansiedlungen im Rahmen der EU-Osterweiterung. Ausgehend von diesen beschriebenen Aspekten und den davon abzuleitenden zukünftigen Entwicklungen ist anzunehmen, dass die Logistikregion Mitteldeutschland auch weiterhin dynamisch wächst und eine grundsätzlich positive Wirtschaftsentwicklung aufweisen wird.