Landeshauptstadt Sachsens: Dresden

Dresden ist als Hauptstadt von Sachsen das politische Zentrum des Bundeslandes. Als eine der wichtigsten Städte Mittel- und Ostdeutschlands besitzt Dresden ein breites Spektrum an kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Eigenschaften, die international bekannt sind und sowohl von Einheimischen als auch von Touristen geschätzt werden.

Entstehung und Werdegang Dresdens

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Die Geschichte Dresdens beginnt schon in der Jungsteinzeit: Bereits so früh wurden in diesem Raum erste Siedlungen gegründet, doch erst im Jahr 1206 wird Dresden namentlich – damals noch als „Dresdene“ – in einer Urkunde genannt. In einer weiteren Urkunde von 1216 wird Dresden sogar schon als Stadt bezeichnet, jedoch wurden die Teile links und rechts der Elbe erst 1549 vereint. Nach einem Brand 1685 war ein großer Teil der Dresdner Altstadt zerstört, welcher erst nach jahrzehntelangen Arbeiten wiederaufgebaut werden konnte. Während des ersten Weltkriegs blieb die Stadt weitgehend verschont, wurde jedoch während des zweiten Weltkriegs durch britische und amerikanische Luftangriffe massiv beschädigt, und während der DDR-Zeit teilweise wieder repariert und aufgebaut. In der Zeit der Wiedervereinigung wurde Dresden wieder zur Hauptstadt Sachsens und viele Gebäude und Baudenkmäler wurden restauriert. Heute zeichnet sich die Stadt durch ihre einzigartige Vielfältigkeit und eine sehenswerte Alt- sowie Neustadt und Umgebung aus.

Dresden als kulturelle und wissenschaftliche Hochburg Sachsens

Als Weltkulturerbestätte der UNESCO von 2006 bis 2009 bietet die Stadt Dresden ein umfangreiches Angebot an kulturellen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. So ist die Landeshauptstadt Sachsens beispielsweise stark musikalisch geprägt: Weltweit bekannt sind die besonders traditionsreiche Sächsische Staatskapelle Dresden sowie die bereits 1871 gegründete Dresdner Philharmonie, die das Konzertorchester der Stadt darstellt. Auch die städtische Semperoper begeistert durch ihren einmaligen Klangkörper. Daneben sind viele Chöre in Dresden beheimatet – darunter zum Beispiel der Dresdner Kreuzchor. Auch zahlreiche Theater, wie das Staatsschauspiel Dresden oder die Staatsoperette Dresden, genießen einen hervorragenden Ruf.

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Zudem begeistert die Stadt durch 50 Museen und 60 Galerien. Besonders bekannt sind dabei die Gemäldegalerie „Alter Meister“, die die Sixtinische Madonna von Raffael beinhaltet und die königliche Schatzkammer, das „Grüne Gewölbe“.
Wirtschaftlich hebt sich Dresden vor allem durch seine elektronischen und technologischen Kompetenzen hervor. Besonders im Bereich der Mikroelektronik, Nano- und Biotechnologie sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie ist Dresden auch international bekannt und überzeugt durch die Präsenz großer Unternehmen und innovativer Forschungen, die sich in Technopolen konzentrieren.
Dazu gehört auch die TU Dresden: In der SciencePolis befinden sich rund um den Campus namhafte Institute für Forschung und Technologie. Durch diese zahlreichen Forschungsinstitute ist Dresden international als wissenschaftlich bedeutender Standort bekannt.

Herausragende Persönlichkeiten und vielfältige Kultur

Eine besondere Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Frauenkirche. Die Frauenkirche Dresdens wurde bereits im 18. Jahrhundert gebaut und bietet ein perfektes Ausflugsziel für Touristen. Mitten in der sächsischen Hauptstadt befindet sich außerdem der Zwinger: Ein Bauwerk im Barockstil, das über einige Museen und Bühnen verfügt. Auch der Dresdner Zwinger wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts erschaffen. Der Zwinger ist ein Gebäudekomplex mit anliegendem Garten. Er entwickelte sich im Laufe der Zeit von der ursprünglichen Orangerie zu einer bekannten Sehenswürdigkeit und umfasst neben der Gemäldegalerie „Alte Meister“, auch die Porzellansammlung. Hier finden Besucher ganzjährig einen frei zugänglichen Ort, der sich durch kulturelle Höhepunkte auszeichnet.

Zudem ist Dresden Heimatstadt oder war zeitweise Wohnsitz vieler bekannter Persönlichkeiten. Eine bedeutende historische Persönlichkeit war Friedrich August der I. von Sachsen, der den barocken Stil Dresdens prägte. Auch Friedrich Schiller hielt sich häufig in Dresden auf. Einige Prominente der heutigen Zeit wurden hier geboren – der Schauspieler Jan Josef Liefers sowie der ehemalige Fußballspieler Matthias Sammer sind in der sächsischen Stadt beheimatet. Daneben zählen, unter anderem aufgrund der bewegten Geschichte und der Gegenwart Dresdens, bekannte Wissenschaftler, Politiker, Musiker und Schriftsteller, zu den Söhnen und Töchtern der Stadt Dresden, wie beispielsweise Andreas von Bülow, Johann Gottlieb Naumann und Erich Kästner.